Dez 24 2009
Frohe Weihnachten
Heute ist Heilig Abend.
Ich wünsche den verbliebenen, nach frischen Beiträgen wartenden, aber oft enttäuschten Lesern und deren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest.
Dez 24 2009
Heute ist Heilig Abend.
Ich wünsche den verbliebenen, nach frischen Beiträgen wartenden, aber oft enttäuschten Lesern und deren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest.
Aug 26 2009
Nach meinem Aufenthalt in London ging es am Dienstagabend nach Madrid. Wieder von Stansted, wieder mit Ryanair.
Mein letzter Flug nach Madrid war im August vergangenen Jahres. Damals flog ich nach einem Kurzurlaub in Dänemark von Billund (im Legoland war ich damals leider nicht) aus nach Madrid. Dummerweise war das seiner Zeit genau an dem Tag, an dem die Spanair-Maschine in Madrid-Barajas verunglückte und 155 Menschen dabei ums Leben kamen. Am Flughafen in Billund bekam ich nur durch Zufall mit. Zwei Spanier sprachen mich bei der Gepäckaufgabe auf Spanisch an, dass ihnen gesagt wurde, der Flüge würde mehrere Stunden Verspätung haben und man könne vom Flug zurücktreten. Sie hätten gerade nach Spanien telefoniert und in Barajas soll eine Maschine abgestürzt sein. Anfangs dachte ich, ich hätte den Spanier falsch verstanden, doch als er das dann noch einmal wiederholte und mir das auch am Schalter bestätigt wurde, war ich schon ein wenig geschockt. Die anschließenden Stunden im Wartebereich waren keine schönen. Spanier sind ohnehin deutlich sensibler und auch hysterischer und es war eine sehr beängstigende Stimmung auszumachen. Viele Spanier telefonierten nach Hause, manchen war der Schock so richtig ins Gesicht geschrieben. Die Menschen versammelten sich im Anschluss alle um einen sehr großen, rund 60 Zoll großen Fernsehbildschirm, der dort im Wartebereich aufgestellt war, und verfolgten die dänische Berichterstattung zum Flugzeugunglück; immer wieder wurden die Bilder aus Madrid-Barajas gezeigt. Am gleichen Abend fand glücklicherweise auch noch das Länderspiel zwischen Dänemark und Spanien, was dann ebenfalls auf diesen Bildschirm gezeigt wurde und wenigstens bei den männlichen Fluggästen für ein wenig Beruhigung sorgte, doch mit klaren Kopf konnte man das Spiel auch nicht verfolgen. Als die Maschine dann schließlich mit einigen Stunden Verspätung abhob, war es schon sehr spät geworden, in Madrid kam ich an jedem Abend erst gegen 3Uhr an. Seit dem habe ich, um es mal so zu formulieren, zumindest einen sehr großen Respekt vor dem Madrider Flughafen und
In diesem Jahr hingegen erlebte ich einen der besten Flüge in meinem bisherigen Leben. Glücklicherweise handelte es sich bei dem Flugzeig noch um ein älteres Ryanair-Modell, zwar nicht mit Ledersitzen, dafür aber mit etwas mehr Sitzabstand und mit Taschen an den Rücken der Vordersitzen. Die Kabinencrew bestand ausschließlich aus Spaniern, die sich zu Beginn des Fluges erst einmal ausführlich über Mikrofon vorstellten. Alle hatten äußerst gute Laune und wirkten keinesfalls gestresst, was bei Ryanair-Flügen alles andere als üblich ist. Ein Steward hatte scheinbar besonders gute Laune, machte während seiner Ansprachen immer wieder humorrvolle Bemerkungen in englischer als auch spanischer Sprache. Die Krönung war dann der bei jedem Ryanair-Flug durchgeführten Losverkauf. Während auf den anderen Flügen der Standardtext “Nun haben Sie die Möglichkeit, für zwei Euro Lose zu kaufen. Sie können sowohl diverse Geldpreise als auch ein Auto gewinnen. Der Erlöß geht an Kinderhilfsorganisationen in Irland” systematisch runtergeleiert wird, fing Carlos, wie es sich mehrmals während des Fluges vorstellte, beim Losverkauf so richtig an, loszureden. Ein kleiner Teil des Wortlaut (ist bei Leibe nich alles, aber das ist das, woran ich mich noch erinnern kann) :
“Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass sie in Barajas mit 20.000 Euro von Board gehen, aber ich kann Ihnen versprechen, dass das Geld an Menschen geht, die es wirklich brauchen. Was sind schon zwei Euro in der heutigen Zeit? Zwei Euro? Was ist das? Was? Nicht mehr als ein verfackter halber Cafe bei Sturbucks, nicht mehr als einmal Kofferwiegen in Barajas - zwei Euro, liebe Gäste, das können sie doch wirklich ´mal investieren. Denn wo bekommen sie heutzutage die Möglichkeit, mit zwei Euro, bis zu 40.000 Euro zu gewinnen und dabei auch noch etwas sehr, sehr Gutes für andere Menschen, denen es sehr schlecht geht, zu tun? Liebe Fluggäste, jetzt in der Zeitpunkt gekommen, wo Sie in Ihre Geldbörse schauen sollten, und zwei Euro zusammenzusuchen.”
Erst in Englisch, wo sich die wenigen Engländer und ich bereits amüsierten, und dann noch in Spanisch, wo dann fast alle Passagiere lachten und im Anschluss wirklich das ganze Flugzeug heiter applaudierte. Während eines Fluges habe ich in meinem Leben so eine Stimmung noch nicht erlebt. Und beim anschließenden Verkauf gingen die Lose weg wie warme Semmel. Bei den anderen Flügen wurden vielleicht zwei, maximal drei Lose verkauft, bei diesem waren es gleich mehrere dutzend Lose, die verkauft wurden. Auch ich holte mir aus Spaß eines, worauf ich gleich gefragt wurde, warum ich denn nicht zwei oder gleich drei nehmen würde. Gewonnen habe ich nichts, aber darum ging es ja eigentlich auch nicht. Auch der Anflug auf den chronisch überlasteten Madrider Flughafen verlief problemlos, mit eine Verfrühung von zwanzig Minuten trotz verspäteten Start in Stansted landete die Maschine sicher in Madrid.
In Madrid selbst hatte ich, da es schon abends war, eigentlich nur einen Tag, da es am Donnerstag auch bereits schon um 05:50 von Madrid aus wieder los ging. Viel machte ich an dem einen Tag eigentlich nicht (war kurz auf der Gran Vía bei “fnac”, lange im Cafe und noch bei Real Madrid und Atlético). Kannte ja eigentlich alles schon und da es an dem Tag um die 38° C im Schatten waren, wollte ich auch nicht ganz so viel unternehmen.
Wenn man aus London nach Madrid fährt, ist ein deutlicher Kontrast zu konstatieren. Es ist dabei aber nicht nur die komplett andere Mentalität, die auffällt, sondern Madrid wirkt auch viel kleiner, verglichen mit London fast schon wie eine Kleinstadt (aber immer noch größer als Berlin). Gut, im August ist Madrid ohnehin im Sommerschlaf, die Menschen fahren in den Urlaub - es ist nicht viel los. Auch die Wege mit der Metro sind wesentlich kürzer als in London, man bekommt eigentlich immer einen Sitzplatz und die Menschen sind auch wesentlich gelassener als In London. Selbst auf den großen Einkaufsstraßen herrscht nicht so eine Hektik, wie ich sie die Tage zuvor in London konstatiert habe. Gleichzeitig sind die Menschen auch viel gesprächiger als in London, wo sie zwar dennoch freundlich sind, aber in Spanien spricht man auch viel mehr miteinander als in London, wo man nicht selten (vor allem in der Tube) das Gefühl hat, das jeder in seiner eigenen Welt mit seinem iPod im Ohr lebt.
Porto gibt es dann morgen im Laufe des Tages. Habe morgen ja noch ´mal frei, wenngleich ich derzeit sehr, sehr viel schreieben muss. Gehe jetzt so langsam schlafen, bin müde und morgen Früh kommt auch schon wieder der Handwerker, wenn bis dahin mein Bad noch nicht wegen der kaputten Toilettenspülung überflutet ist und die Feuerwehr hier anfahren muss.
Zum Schluss wieder eine kleine Auswahl an Bildern, die ich Madrid gemacht habe.
Aug 25 2009
Seit gestern Abend bin ich wieder zurück aus dem Urlaub. Zeitlich flexibel und mit dem Wunsch, Porto zu besuchen, hatte ich mir in den vergangenen Monaten eine Route überlegt, die sowohl meine Wünsche befriedigte als auch meine Geldbörse nicht zu sehr belastete. Die Lösung war Ryanair, “Europas günstigste Fluggesellschaft”, bei der ich nach längeren Tüfteleien sechs Flüge für einen Preis um die 50 Euro bekam (ich kann es selbst auch nicht glauben). Die Route war ein wenig kompliziert, dafür aber vielversprechend. So sollte es zu Beginn von Berlin nach London (Stansted) gehen, nach einem fünftägigen Aufenthalt an der Themse für einen Tag nach Madrid und von dort schließlich nach Porto. Direkte Rückflüge von Porto nach Deutschland gab es leider nicht zu einem akzeptablen Preis, weshalb sich die Planung der Rückreise ein wenig komplizierter gestaltete. Schließlich fand ich dann aber doch eine gute Lösung von Porto via Madrid und Frankfurt-Hahn. Nebenbei wollte ich damit zudem meine Flugangst endgültig besiegen.
Nach zwölf Tagen kann ich sagen, dass ich weiterhin nicht sonderlich gerne fliege, dennoch sich diese für Außenstehende vielleicht sogar ein wenig verrückt anhörende Reise gelohnt hat. Ich konnte endlich einmal London ein wenig länger bestaunen, in Madrid sehen, wie gut ich doch noch Spanisch kann, in Porto alte Freunde treffen (und die wunderschöne Region genießen) und in Frankfurt-Hahn den schlimmsten Flughafen der Welt besichtigen.
Ich werde, da es sonst zu viel wird, das in zwei Teile aufteilen. Zum einen London und zum anderen der Rest (Porto, Madrid, Rückreise). Der zweite Teil folgt wahrscheinlich morgen.

Ich war in meinem Leben zuvor dreimal in London. Zweimal jeweils nur für eine Nacht, um ein Spiel der Tottenham Hotspur mir anzusehen, und einmal, als ich noch ganz klein war, woran ich mich aber nicht mehr erinnern kann. Nach einem gut gefüllten Ryanair-Flug (Auslastung war rund 90 Prozent) nach London-Stansted ging es dieses Mal mit dem Bus in die Innenstadt. Der benötigt zwar gute 90 Minuten (wenn er nicht im Stau steht), ist aber wesentlich billiger und man, so sagte man mir, sieht auch ein wenig mehr von der Stadt. Nun ja, anfangs sah man nur Autobahnen, aber wenigstens der Geruch nach frich gemähten Gras und der Linksverkehr erinnerte an England. Doch je länger die Fahrt andaurte und je weniger ich mich über den seitenverkehrten Straßenverkehr wunderte, desto mehr erinnerte auch das Landschaftsbild an London. Zwischen Ikea-Filialen blitzten die so typisch englischen Häuser hervor und als dann nach dem ersten kleineren Stau auch die ersten roten Doppeldecker durch die Straßen rumpelten, wusste ich, dass ich in London angekommen war.

Wer London für zwei Tage besucht, wird vor allem das stressige Tube-Netz in Erinnerung haben. Lange Wege zwischen den Stationen, immer wieder werden Linien komplett gesperrt, viele Treppen, viele Menschen - für die Londoner U-Bahn benötigt man viel Nerven und teilweise auch Zeit, sind die Wege in London trotz der sehr dichten Zugfolge doch äußerst lang. Auch nach fünf, sechs Tagen gewöhnt man sich daran nur sehr schwer. Als Berliner ist man ja einiges gewöhnt, doch zum Beispiel der (fast) komplette Ausfall der S-Bahn hier in Berlin vor einigen Wochen war verglichen mit dem, was täglich in London los ist, überhaupt nichts. Auf der Insel scheinen die Menschen mit kurzfristigen Sperrungen/Änderungen auch viel leichter zurecht zu kommen als hier in Berlin, wo bei der kleinsten Abweichung gleich bis zum Umfallen gemeckert und gehetzt wird.
Highlight in London war für mich natürlich das Saisonauftaktspiel in Sonntag an der White Hart Lane zwischen den Spurs und dem FC Liverpool . Doch auch an den anderen Tagen habe ich mich gut beschäftigt, war in den unterschiedlichsten Stadtteilen (das Tagesmaximum auf meiner Oyster habe ich täglich für mindestens Zone 1-4 ausgeschöpft), war in einigen der im Übrigen überwiegend kostenlosen Museen/Gallerien wie “Tate Modern”, ging an der Themse spazieren oder entspannte einfach mit dem Guardian in einem der vielen Parks. Hätte ich genügend Kleingeld und würde ich in London einen guten Job bekommen, ich würde dort leben - hundertprozentig.

Dass London/England teurer ist als Deutschland, stimmt meiner Meinung nach nicht. Und das liegt nicht nur am relaitv starken Euro. Denn auch wenn der Euro, verglichen mit Werten aus dem Frühjahr, nun wieder schlechter zum Pfund steht (für einen Euro sollte man derzeit rund 0,84 Pfund bekommen) ist der Kurs doch immer noch ein weitaus besserer als in den vergangenen Jahren. Gut, Essen auf der Straße ist relativ teuer (das fängt bei einem Döner, der nicht unter 3,50 zu haben ist, an, geht über Fish and Chips (rund 5 Pfund) und hört bei einem Restaurantbesuch auf (kommt drauf an, wohin man geht, ist aber, egal ´was man isst, (teils wesentlich) teurer als in Deutschland). Auch die Mieten mögen höher sein, doch Sachen des alltäglichen Bedarfs sind, wenn man die richtigen Adressen kennt, meines Erachtens teils wirklich preiswerter als hier.
Telefonieren über das Mobilfunknetz ist in England äußerst billig - sofern man über eine englische Simkarte verfügt. Diese bekommt man (mit einem 5€-Kredit) kostenlos in den unzähligen Shops, hinzu gibt es meistens zudem noch eine Art “Kreditkarte”, mit der man seine Simkarte in Gemüseläden, Supermärkten, Internetcafes usw. wieder aufladen kann. Wer viel von England aus ins Ausland (insbesondere Deutschland) für den lohnt sich die Camel-Edition von Orange - ein Prepaid-Angebot, wo man für 0,06 Pfund pro Minute ins ausländische Festnetz telefonieren kann.
Auch Lebensmittel bekommt man günstig, Zwar sind die “M&S”- und “Tesco-Express”-Filialen für den Innenstadtbereich immer noch günstig, doch wer eine größe Auswahl haben möchte, sollte sich ruhig mal eine größere Tesco-Filiale etwas außerhalb von den Touristenmeilen suchen. Dort kann man zu weitaus günstigeren Preisen als in Deutschland einkaufen - vor allem die Tesco-Eigenmarke ist qualitativ akzeptabel und sehr, sehr günstig (2 Liter Mineralwasser für 0,11 Pfund). Interessant sind auch immer die “Buy 1 - Get 2″-Angebote. Eine gute Tesco-Filiale findet sich zum Beispiel an der U-Bahnstation Seven Sisters (dort, wo es auch zur White Hart Lane geht), die von der Victorialine bedient wird.
Wer viel Tube, DLR und Bus in London fährt (mit einigen Zügen der National Rail funktioniert die Karte nicht), für den lohnt sich eine Oystercard (eine elektronische Karte, die man mit Geld aufladen muss), die es gegen einen Pfand von 3 Pfund an jedem Ticketschalter der TfL gibt. Mit der Oystercard zahlt man (sofern man vor und auch NACH jeder Fahrt sich ein- aus auscheckt) nur das, was man verfährt, jedoch mindestens 0,50 Pfund weniger als den Travelcard-Preis. So lohnt sich diee Karte also eigentlich immer. Wichtig ist wirklich, dass man die Karte nach jeder Fahrt (außer mit Bus) an so einen “Automatending” hält, um sich auszuchecken (an fast alle Tubestationen muss man das ohnehin machen), sonst wird eine Maximalgebühr erhoben (mir ist das leider zweimal passiert). Wer unter 25 ist, sollte überlegen, ob die Railcard nicht das richtige für einen ist. Ich habe mir bei der Ankuft in London jedenfalls gleich die U25-Railcard, mit der man für 26 Pfund für ein Jahr 1/3 Ermäßigung auf (fast) alle Zugfahrten in England bekommt, geholt. Der Clou dabei: Mit der Karte bekommt man auch 1/3 Preisnachlass auf das “Tagesmaximum” der Oystercard, sofern man die beiden Karten an einem Ticketschalter der TfL verlinkt. Ausführliche Informationen zum Londoner Nahverkehr finden sich im Übrigen hier.
Insgesamt macht London ohnehin ein weitaus fortgeschritteneren Eindruck als Berlin bzw. Deutschland. Viele Dinge im Alltag sind einfach bzw. besser umgesetzt (Beispiel OysterCard etc.) Dem gegenüber stehen auch eine hohe Anzahl an maroden und kaputten Gebäuden (vor allem wenn man die Innenstadt verlässt), hier und da Obdachlose und ein wenig Angst hat man schon, wenn man an einem späten Abend in einem Londoner Doppeldecker oben sitzt und ganz offensichtlich mit Drogen vollgepumpte Menschen einem gegenübersitzen. Das Publikum im Bus unterscheidet sich ohnehin sehr stark von dem in der Tube. Mit dem Bus scheint überwiegend die ärmere Bevölkerung zu fahren (Kinder und Jugendliche mit Londoner Wohnsitz bekommen das Busfahren auch komplett umsonst), während die Tube, angefangen von der zur Arbeit fahrenden Putzfrau bis hin zum von oben nach unten gestylten Geschäftsmann, voll mit Menschen verschiedener Gesellschaftsschichten ist. Es ist viel Tradition mit viel Moderne in London und alles, auch die Probleme, erinnern ein wenig an die englischen Premier League, die derzeit vor der Herausforderung steht, “das “Beautiful Game” von einst zu erhalten, gleichzeitig aber die traditionsbewussten Fans und ihre Ansichten zu berücksichtigen, sich weiter dem globalen Geldströmen zu öffnen und darüber hinaus weiterhin Schauplatz zu sein für den schnellsten, besten und attraktivsten Fußball der Welt” (siehe Spielmacher 01/09).

Somit dann auch gleich die Überleitung zum Fußball. Am Samstagnachmittag ging es erst zum FC Millwall, wo es nach schwacher Chancenauswertung ein 0:0 gab. Mir ging es dabei aber auch minder um den Fußball (teilweise war das ein Rumbolzen und Holzen wie in der Kreisliga), sondern mehr darum, die Atmosphäre im Den mal live zu erleben. Der FC Millwall, hier zu Lande bekannt als ein Arbeiterverein mit einer großen Anzahl an gewaltbereiten Fans, liegt nicht mehr als zehn Minuten mit der Bahn von London Bridge entfernt (Oysterkarten funktionieren hier nicht) und spielt derzeit in der First League, also in der 3. Liga. Die Menschen, die (neben einigen Deutschen, die ich auch im Stadion ausmachen konnte) ins Den gehen, sehen schon ein wenig anders aus als in anderen Stadien. Der Altersdurchschnitt ist weitaus jünger als in anderen Stadien und die Zuschauer haben wesentlich weniger Haare auf den Kopf. Dennoch, besonders gewaltbereit schienen die 9000 Jungs, jedenfalls an diesem Nachmittag, nicht zu sein. Eher ein wenig enttäuscht, dass man die Chancen nicht nutze und es auch im zweiten Saisonspiel nur für ein Remis reichte. Dennoch, schlecht war die Stimmung auf jeden Fall nicht, und es kommt schon ein wenig Gänsehaut auf, wenn die Kurve den legendärsten aller Millwall-Gesänge anstimmt: “No one likes us, no one likes us, no one likes us, we don’t care. We are Millwall, super Millwall, we are Millwall from The Den”.

Bei Tottenham war einen Tag später die Stimmung natürlich grandios ob des 2:1-Sieges gegen den FC Liverpool. Auch das Spie war (vor allem die 2. Halbzeit) sehr ansehnlich und auch nach dem 1:1-Ausgleich von Liverpool gab es zur Motivation Gesänge und Klatschen. Ich hatte mir im Juli dann doch noch überlegt, in dieser Saison etwas häufiger nach London zu fliegen (sofern Ryanair bis dahin nicht pleite ist) und Mitglied bei Tottenham zu werden, sonst wäre ich wahrscheinlich auch nie an ein Ticket gekommen. Dummerweise war an jenem Sonntag auch die Victoria-Line gesperrt, so dass ich ein wenig anders als die Jahre zuvor zur Lane fahren musste. Dennoch war ich rund zwei Stunden vor Anpfiff am Stadion und nach einem Rundgang und einen Besuch im Fanshop ging es gen Tribühne. Meine Karte hatte rund 50 Pounds gekostet, natürlich auch dadurch beeinflusst, dass der FC Liverpool eine Mannschaft aus der teuren A-Kategorie ist. Viele Fußball-Touristen sah ich nicht, in meiner Nähe saßen ausschließlich Engländer, die mitsangen, mitklatschten und mitfieberten als ginge es um Leben und Tod. Manche konnten es während des Spiels nicht mehr auf den Plätzen aushalten, wurden jedoch promt vom Ordner ermahnt, sich bitte umgehend wieder hinzusetzen. Bier gibt es während des Spieles nicht, gewettet werden kann natürlich. Die Quoten bei den Buchmachern werden in England anders geschrieben und sind, was Premier League angeht, schlechter als in Deutschland, dafür gibt es aber eine Menge an Spezialwetten (z. B. “Crouch erzielt einen Hattrick gegen Liverpool”). Nach dem Spiel wurde nicht lange gefeiert, nach dem Abpfiff wurde kurz gejubelt und geklatscht, ehe man dann, anders als in Deutschland, wie zivilisierte Menschen ohne Gröhlen und ohne Besaufen zügig das Stadion verließ.

So denn, das also die Eindrücke aus London. Ich hatte noch andere Anmerkungen/Details, die ich erwähnen wollte - dummerweise sind diese mir aber für den Moment entfallen. Nun ja, was soll´s. Am Dienstagnachmittag ging es dann jedenfalls langsam in Richtung Bushaltestelle, um zurück nach Stansted zu fahren. London ist eine tolle Stadt. Nirgends gefällt es mir so gut, nirgends würde ich lieber wohnen. Ich vermisse jetzt schon diese Hektik, die Tesco-Supermärkte, die Lektüre des Guardian, die roten Busse, das Auschecken mit der Oystercard und den überfüllten Fanshop an der White Hart Lane.
Im Folgenen eine kleine Bildauswahl
Apr 16 2009
Um mich von den anstrengenden letzten Wochen zu erholen, war ich die letzten vier Tage auf Rügen im Urlaub. Von Berlin aus sind es mit der Bahn gut vier Stunden bis auf die größte Insel Deutschlands. Bereits in meiner Kindheit war ich sehr oft auf Rügen, von daher kenne ich mich recht gut auf der Insel aus. Da ein großer Teil der Osterurlauber sich (spätestens) am Montag wieder auf den Heimweg machte, ich jedoch erst am Montag anreiste, hatte ich Glück, zum einen weil man recht preiswerte Unterkünfte bekam, zum anderen weil die Insel angenehm “leer” war. Einige Bilder:
Die Rückfahrt am Donnerstagmorgen gestaltete sich als relativ angenehm. Im Bus nach Binz war die Kasse “kaputt”, so dass keine Tickets gelöst werden konnten und zur Freude fast aller Fahrgäste, “Sie können ruhig häufiger kommen” (Zitat einer geschätzen 80-Jährigen), die Busfahrt völlig kostenlos war. Der IC von Binz aus war zudem bis Berlin so leer, dass man fast einen kompletten Wagon für sich allein hatte. So kam man am Mittag dann erholt, entspannt und mit einem kleinen Sonnebrand auf der Nase am Berliner Hauptbahnhof an.
Doch der anschließende Weg nach Dahlem mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln machte die ganzen vier vergangenen Tage Urlaub mehr als wett. Im mit Touristen gefüllten Hauptbahnhof geht es nach Oben, in Richtung S-Bahn. Auf halben Weg wird man angehalten, von Spaniern, die mit gebrochenen Englisch den Weg zum Potsdamer Platz erfragen. Als man in Spanisch antwortet und empfiehlt die Buslinien M41 bzw. M85 zu nehmen, geht der spanischen Familie (entweder aus Verblüffung darüber, dass ich in Spanisch antworte, oder weil sie mein genuscheltes, schnelles Spanisch nicht verstehen) der Mund nicht mehr zu, doch man muss weiter. Die S-Bahn ist voll, überfüllt, obwohl es mittags ist und auf diesem Streckenabschnitt die Züge alle wenigen Minuten fahren. Der Mann neben mir riecht nach altem Schweiß, die Frau gegenüber spricht derart laut in ihr Mobiltelefon, dass man Angst um seine Ohren hat. Am S-Bahnhof Tiergarten steigt ein Obdachloser zu, der versucht, seine Zeitung zu verkaufen - die Berliner reagieren genervt, die Touristen irritiert und blicken den Mann mit traurigen Augen an, doch Spenden geben sie ihm trotzdem nicht. Eine Station weiter muss ich raus, ab zur U9, aber nicht ohne vorher noch kurz bei McDonald´s auf die Toilette zu gehen. Auf der Treppe ist die U9 in Richtung Steglitz schon zu sehen, ich renne und schaffe es tatsächlich noch in die Bahn, ehe die Türen zuspringen und der Zug sich in Bewegung setzt. Zwei Stationen weiter muss ich schon wieder raus, in die U3, die mich direkt nach Dahlem bringt. Hier ist es ruhiger, entspannter, fährt die U-Bahn doch ins “Reichenviertel” Zehlendorf. Doch in der Bahn, in der sonst eigentlich nur Studenten, die zur FU nach Dahlem fahren, und hin und wieder ein paar alte Frauen, die den Wilmersdorfer Witwen aus dem Linie 1-Musical sehr ähneln, sitzen, ist es nicht lange ruhig. Vier Jugendliche steigen ein, mit großen Sporttaschen. An ihren Jacken erkennt man, dass sie für Hertha 03 spielen. Dem Zehlendorfer Verein, der, wie es bei wikipedia heißt, “weit über seine Grenzen hinaus für seine hervorragende Jugendarbeit bekannt ist” Sportlich gesehen mag das stimmen, doch wenn man hört, mit welch einem Wortschatz und vor allem mit welch einer Lautstärke sich die vier darüber unterhalten, wie oft sie pro Woche masturbieren, muss man das Konzept von Hertha 03 schon ein wenig hinterfragen. Spätestens als dann einer der vier sein Handy anmacht und irgendwelche schlechte Rapmusik abspielt, weiß ich, dass ich zurück aus dem Urlaub, aus der Ruhe und aus der Idylle bin. Zurück in Berlin.
Mrz 21 2009
Wieso die Telekom überhaupt noch schwarze Zahlen schreibt, ist mir mehr als ein Rätsel. Am kommenden Mittwoch wird endlich mein Entertain-Anschluss in der neuen Wohnung geschaltet (oder “geschalten”, wie man bei der Telekom sagt). Damals, vor 1 1/2 Jahren, bei meiner letzten Beauftragung (und Bereitstellung) eines Entertain-Anschlusses, hatte ich insgesamt Geräte wie den Router letztlich dreimal und auch dieses Mal scheint die Telekom großzügig zu sein. Nachdem ich letzte Woche bereits das komplette Hardwarepaket bekam, kam heute erneut ein großes, schweres Paket aus dem Hause Telekom bei mir an. Mit Router, Media-Receiver und Splitter. Zurückschicken werde ich das sicher nicht, Ebay freut sich und mein Portmonee letztlich wahrscheinlich auch.
Feb 27 2009
Moin,
der Winter scheint nun endgültig passé zu sein, zumindest in Berlin. Bester Indikator dafür vielleicht, dass, nachdem in diesem Jahr fast alle Fußballspiele innerhalb Berlins ausgefallen sind, es für dieses Wochenende keine Generalabsage des Berliner-Fußball-Verbands gibt.
Auch die Tage sollen ja jetzt, wo wir dem Frühling/Sommer entgegenkommen, wieder länger werden, doch ehrlich gesagt merke ich davon herzlichst wenig. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass ich vor gut einer Woche umgezogen bin. Vorbei ist´s mit seltsamen Nachbarn, aber auch vorbei mit einem fast optimalen Nahverkehrsanschluss (innerhalb von zwölf Minuten konnte ich vier U-Bahnlinien, drei S-Bahnlinien sowie vier Buslinien erreichen). Jetzt schaffe ich es zwar in fünf Minuten zum U-Bahnhof (nur eine Linie), und fast vor meinem Haus befindet sich eine Bushaltestelle, doch vor allem zur S-Bahn brauche ich jetzt deutlich länger. Na ja, was soll ich mich beschweren, die neue Umgebung ist trotzdem wesentlich schöner. Seit dem Umzug sind jetzt zwar schon wieder einige Tage vergangen, doch in der neuen Wohnung ist noch kaum eine Kiste ausgepackt, vom Ummelden ganz zu schweigen. Immerhin einen Telefonanschluss sowie DSL 6000 habe ich jetzt schon, “Entertain” soll in zwei Wochen wieder dazukommen (soll heißen: ich kann derzeit bis auf Online-Mediatheken (etc.) kein Fernsehen sehen),
Apropos Telekommunikation: Seit einigen Wochen verfüge ich nun schon über eine Flatrate für´s Handy. Weil ich in den letzten Monaten erstaunlich hohe Rechnungen bekommen hatte, hatte ich gehofft, der Umstieg auf ein GENION L Tarif, wie es bei O2 heißt, würde sich lohnen. Mit dazu hatte ich noch das Internet Pack S genommen sowie, um mein halb kaputtes und völlig langsames 6230i endlich in die Rente zu schicken, ein Samsung Omnia. Nach der ersten Rechnung, bei der O2 sich ein wenig verrechnet hatte und mir diverse Beiträge gutgeschrieben hatte, kann sich das Ergebnis durchaus sehen lassen, zumal ich in den letzten Tagen viel mehr telefoniert habe. Auch wenn ich zu Hause bin, greife ich neuerdings fast immer zum Handy, wenn ich telefonieren will. Aber auch und gerade wegen des neuen Handys, das man eigentlich gar nicht so bezeichnen kann, hat sich die Vertragsverlängerung gelohnt, zum Omnia vielleicht später mal ein wenig mehr.
Ansonsten bin ich derzeit, wenn ich dann abends nur noch erschöpft mich auf´s Sofa werfen kann, damit beschäftigt, mir die fünfte LOST-Staffel anzusehen (im Originalton). Das macht nicht nur viel mehr Spaß, sondern frischt auch ´mal wieder meine Englischkenntnisse auf.
Ein schönes Wochenende aus Berlin!
Dez 12 2008
Weihnachten steht vor der Tür, ich hab´ noch kaum ein Geschenk gekauft und eine Weihnachtsfeier nach der anderen steht im Terminkalender. Eigentlich wie jedes Jahr.
Weihnachtsfeiern sind zwar gelegentlich auch ganz lustig, aber wenn´s dann drei, vier sind, hört der Spaß langsam auf. Vor allem wenn dann wirklich hauptsächlich einzig Smalltalk gemacht wird (ich dachte ja zum Beispiel die Floskel “…von Ihnen habe ich schon viel gehört” sei endlich beerdigt, aber es gibt immer noch welche, die sich damit trauen). Eine Feier habe ich in diesem Jahr nun schon hinter mir und besonders in Mode gekommen scheinen in diesem Jahr die Weihnachtsfeiern, die den klassischen Ablauf (Essen etc.) mit einer Veranstaltung bzw. einem Besuch im Theater kombinieren. So durfte bzw. musste ich mir gestern Abend Caveman antun und entkam so immerhin dem ein oder anderen Smalltalk.
Weihnachten ist aber auch die Zeit, in der man plötzlich im Briefkasten Post oder Karten von Bekannten und weit entfernten Verwandten bekommt, die man über Monate nicht mehr gesehen hat und die mit oder manchmal auch ohne hinterhältigen Hintergedanken versuchen, sich wieder in´s Gedächtnis zu rufen. Ich jedenfalls freue mich über solche symbolische Post immer sehr und antworte dann meistens auch.
Als ich heute Abend aber in den Briefkasten schaute, konnte ich einen Brief der ganz besonderen Art finden, nämlich von meinem, eine Etage unter mir wohnenden Nachbarn. So gut, dass man sich schon Weihnachtskarten schreibt, kannte ich ihn eigentlich nicht - außer das “Hallo” im Treppenhaus hatten wir uns, seitdem er vor etwa einem halben Jahr eingezogen war, auch nicht unterhalten - aber vielleicht war er auch einfach einer dieser frommen, gutherzigen Menschen wie der legendäre Ned Flanders aus der Fernsehserie “The Simpsons” und vielleicht hielt mein Nachbar es für üblich, seinen Mitbewohnern vor Weihnachten eine Karte zu schicken.
Als ich den Brief öffnete und die mit einer fürchterlichen Handschrift (meine Handschrift ist zwar auch nicht besonders ansehnlich, jedoch schreibe ich, sofern ich etwas mit der Hand schreibe, dann wenigstens in Druckbuchstaben) verfassten zwei (!) Seiten überflog, stellte sich schnell heraus, dass es sich bei meinem Nachbarn keineswegs um einen deutschen Ned Flanders handelte. Der Brief hatte auch nicht viel mit Weihnachten am Hut, sondern war einfach einer dieser bösen Beschwerdebriefe, die ich sonst nur aus klischeehaften Fernsehserien kannte.
Ich würde spät abends und hin und wieder auch am frühen Morgen die Treppe “hinunterspringen”, mein Schreibtischstuhl sei “eine bodenlose Frechheit” und selbst am Sonntagmorgen würde mein Wecker ihn gegen 06:00 Uhr aus dem Bett schmeißen. Insgesamt sei er innerhalb des letzten Monats häufiger von mir als von seinem eigenen Wecker geweckt bzw. aus dem Schlaf gerissen worden. Die weiteren Zeilen spare ich mir an dieser Stelle.
Traurigerweise musste ich meinem Nachbarn, nachdem ich den Brief zwei, dreimal gelesen hatte, sogar eingeschränkt recht geben. Wenn ich an manchen Morgen zu spät bin, renne ich wirklich den Hausflur hinunter, als würde es brennen, aber das mache ich eigentlich schon seit ich denken kann. Warum er aber erst jetzt damit ankommt und warum er mir das nicht persönlich ´mal sagen kann, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Andere Nachbarn, mit einem bin ich auch sehr gut befreundet, hatten bislang nie Probleme mit mir. Dass er die Rollen meines Schreibtischstuhls hört, tut mir leid, dafür kann ich jedoch nichts. Auch empfinde ich meinen Wecker als nicht besonders laut, nun ja.
Es wird Zeit, dass ich umziehe, das wollte ich ohnehin - wenn alles gut funktioniert, bereits Anfang des kommenden Jahres. Jetzt ist aber erst einmal Weihnachten angesagt und immerhin, die Nachbarn im Erdgeschoss haben noch nicht ihre kitschige Weihnachtsbeleuchtung herausgeholt.
Nov 18 2008
Es regnet, es ist kalt, es ist dunkel und ich habe noch einen ganzen Berg Arbeit vor mir. Ohnehin, bislang war das heute ein wirklich beschissener Tag.
Gut, bei Karstadt hatte ich ein Erfolgserlebnis, da war ich positiv überrascht. Denn auch wenn es auf Reisverschlüsse keine Garantie gibt und ich den Kassenbon meiner vor eineinhalb Monaten gekauften Jacke nicht mehr hatte, wurde mir, nachdem sich am Morgen der Reisverschluss selbst zerstört hatte (Stichwort: beschissener Tag), angeboten, kostenlos einen neuen Reisverschluss in die Jacke einzunähen. Ich weiß auch nicht, ob der Mitarbeiter einfach gerade erfahren hatte, dass er trotz all der Sparmaßnahmen doch nicht entlassen wird, oder ob das einfach an mir lag, jedenfalls habe ich selten so einen freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiter getroffen wie heute.
Spätestens im Buchladen bekam ich aber dann schlechte Laune, denn meine am Freitag bestellten Bücher waren immer noch nicht da, obwohl mir versprochen wurde, am Montag diese zu bekommen. Ich bin wahrscheinlich zu sozial und unterstützte in Zeiten von amazon und Co trotzdem noch die kleinen und unabhängigen Buchläden, damit diese nicht gänzlich aus der Stadtlandschaft verschwinden. Wenn man es aber nach vier Tagen nicht schafft, ein ganz normales Fachbuch nicht zu bestellen (und es ist mir völlig egal, ob der Lieferant Probleme hat), dann muss man sich nicht wundern, wenn die Menschen zu Hugendubel strömen.
Aber okay, der Tag wäre noch nicht verloren, wenn da nicht noch die Sache mit dem morgigen Länderspiel wäre. Seit über einer Woche weiß ich eigentlich schon, dass ich morgen um 17:00 Uhr einen Termin oder Meeting oder wie man das im heutigen Sprachgebrauch auch nennen mag habe. Insgesamt wird der Termin etwas weniger als drei Stunden verschlingen, schön und gut. Bin ich gegen 19:45 Uhr wieder weg und habe noch eine gute Stunde, um ins Olympiastadion zu kommen. Das dachte ich bis vorhin. Nun habe ich mir noch einmal die genaue Adresse angesehen und festgestellt, dass der Ort, wo ich morgen hin muss, im tiefsten Rudow, eigentlich schon am Flughafen Schönefeld ist, und man von dort, egal mit was für einem Verkehrsmittel, ganz schlecht zum Olympiastadion kommt. Vom Südosten bis in den Nordwesten. - unter 75 Minuten ist wenig zu machen und wie ich vor um 20:45 Uhr im Olympiastadion sein soll, ist mir ein Rätsel. Dabei hatte ich mich so auf die englische Nationalhymne gefreut.
Und inzwischen regnet es noch mehr, mir ist noch kälter, es ist noch dunkler und der Berg Arbeit vor mir ist kein wenig kleiner geworden.
Dennoch, einen schönen, depressiven Nachmittag aus Berlin!
Nov 17 2008

Gefunden in der BVG-Pressemitteilung vom 17.11.08.
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Vielleicht wird man ja so die letzten Karten los…
Ich persönlich habe kurzfristig über den Berliner-Fußball-Verband doch noch eine (kostenlose) Karte für das Spiel bekommen.
Einen schönen Montag!