Es dauerte lange, letztlich fast ein halbes Jahr, bis ich meinen Telefon- und Internetanschluss (VDSL 25) bei der Deutschen Telekom im November vergangenen Jahres bekam. Mit dreifacher Hardware, drei verschiedenen Internetzugangsdaten, fünf T-Online Pins, mehr als ein Dutzend Besuchen beim T-Punkt und mindestens genauso vielen Telefongesprächen mit Arcor, meinem vorherigen Anbieter, und der Telekom war ich damals perfekt vorbereitet, um zu “erleben, was verbindet”. Während meiner Bestellung hatten sich zweimal die Preise geändert, einmal die Angebotsstruktur und einmal sogar der komplette Name des von mir bestellten Paketes. Seit bei meinem Router die grünen Lämpchen leuchten, hatte ich, bis auf meine ersten Rechnung, in der die Telekom von mir stolze 271 Euro forderte (nach mehreren Telefongesprächen wurde mir ein Beitrag von 190 Euro später wieder gutgeschrieben), jedoch keinerlei Probleme mehr - bis vor sechs Wochen.
Während ich per Kabel weiterhin problemlos ins Internet kam, hatte ich massive Schwierigkeiten mit W-Lan. Anfang August tauschte ich daraufhin im T-Punkt, man traf auf alte Bekannte, meinen Router aus. Erfolgreich, denn nach dem Austausch funktionierte das W-Lan einwandfrei. Seit zwei Wochen habe ich jedoch erneut Probleme. Die Verbindung bricht meist abrupt beim Laden von Seiten ab, gelegentlich komme ich gar nicht erst ins Internet.
Da ich heute Nachmittag ein wenig Zeit hatte, rief ich, nachdem ich im Internet nach Alternativen geforscht hatte und den Speedport W701V gefunden hatte, mit dem W-Lan besser funktionieren sollte, bei der kostenlosen Telekom-Hotline an. Dort wurde ich von Callcenter zu Callcenter weitergeleitet und landet am Ende bei der Abteilung für Endgeräte. Dort wollte man mir jedoch nicht das Gerät austauschen, vielmehr pochte der freundliche und wirklich sehr informierte Mitarbeiter auf eine Lösung per Telefon, denn man könne ja nicht “immer nur die Geräte austauschen”. Nachdem wir uns zu Beginn des Telefonats fast schon ein wenig stritten, wurde mir der Mitarbeiter von Minute zu Minute sympathischer.
Insgesamt dauerte das Gespräch zwei Halbzeiten lang, nach rund 90 Minuten hatten wir zusammen gefühlte siebenmal die Verschlüsselung gewechselt und diverse andere Sachen probiert, alles in allem mit Erfolg. Das Internet geht wieder, auch wenn ich gespannt bin, ob die aktuelle Lösung dauerhaft die richtige ist. Was genau falsch war und wieso, weiß ich (und wahrscheinlich auch der Mitarbeiter) nicht richtig; wichtig ist erst einmal nur, dass in meiner Wohnung kein ganz so großer Kabelsalat mehr herrscht.
Und jetzt bin ich zum einen tierisch erschöpft von diesem langen Telefongespräch, zum anderen genervt, weil tatsächlich der ganze Nachmittag jetzt “weg” ist, und außerdem muss ich jetzt noch zu Saturn, das mir heute geschrieben hat, dass mein Samsung YP-K3 zurück aus der Reparatur ist. Warum die mir deshalb extra einen Brief schreiben muss, ein Anruf hätte doch gereicht, zumal ich extra meine Telefonnummer hinterlassen hatte, ist eine andere Frage.